Knapp 670 km später

Das Buch zur Wanderung ist fertig und unter dem Titel „Ick loof, weil’s mi gfreit!“ im Buchladen Eures Vertrauens erhältlich.
Mehr dazu unter Bücher.

Liebe Leser:innen,

es ist geschafft! Nach 670,84 km und 26 Tagesetappen bin ich in München angekommen.

Es war sehr schön, streckenweise auch sehr herausfordernd mit starken Anstiegen im Mittelgebirge und Abschnitten mit über 30km Weglänge. Dazu kam das Glück den Großteil der Zeit schönes Wetter zu haben und rechtzeitig vor der zweiten Corona-Welle anzukommen. Dennoch waren die unterschiedlichen Corona-Vorgaben in den Bundesländern immer mein Begleiter. Gesundheitliche Probleme habe ich zum Glück auch keine bekommen und mir auch erst gegen Ende der Tour meine einzige Blase gelaufen. Dafür sind meine Schuhe jetzt durchgelaufen und müssen ersetzt werden. Und die Fußsohlen waren dann doch ganz froh ein wenig Auszeit zu haben.

Die einzelnen Regionen unterscheiden sich doch stärker, als ich zunächst vermutet hätte, aber bis auf einzelne Ausnahmen waren die Menschen sehr freundlich und aufgeschlossen und haben mir auch interessante Geschichten zu ihrem Ort erzählt.

Ich hätte auch nicht gedacht, dass das tägliche Gehen mit einem relativ leichten Rucksack auf Dauer dann doch sehr stark auf die Füße einwirkt. Am Ende merkt man es schon in den Zehen und den Fußsohlen und ist froh um einen Ruhetag und eine entspannende Fußmassage.

Meine Eindrücke von der Tour habe ich inzwischen in meinem neuen Buch „Ick loof weil’s mi gfreit!“ zusammengefasst. Dort finden sich zum Nachmachen auch die einzelnen Tagesabschnitte. So kann jeder, der möchte, einzelne Abschnitte nachlaufen und sich seine eigene Meinung zu den Regionen bilden. So viel vorweg, am Schönsten fand ich es dort, wo am Wenigsten Infrastruktur und Tourismus vorhanden sind, also im mittleren Teil der Route im ehemaligen Zonenrandgebiet bzw. vom Vogtland übers Fichtelgebirge bis zur Naab.

Hier seht Ihr die Route, die ich tatsächlich gelaufen bin. Sie weicht im Detail dann doch an einigen Stellen von dem ab, was ich mir zuerst zurecht gelegt hatte. Das liegt zum einen daran, dass ich in manchen Orten keine Übernachtungsmöglichkeit gefunden hatte und in einen nahe gelegenen Ort ausweichen musste. Andererseits habe ich teilweise erst vor Ort festgestellt, dass einige Weg nicht besonders schön sind (vor allem, weil sie an größeren Straßen entlang führten) und bin daher lieber dort gelaufen, wo es schöner war; auch wenn es dadurch vielleicht länger gedauert hat.


(aktuell wird die Karte leider nicht in allen Firefox-Browsern korrekt dargestellt)

Und hier ein paar Eindrücke von unterwegs:

Vielleicht regen Euch die Bilder dazu an, einen kleinen Ausflug zu unternehmen. Dazu findet Ihr ja auf diesem Blog einige Vorschläge. Für die Fernwanderung empfehle ich Euch das Buch als Vorbereitung und Wegbegleiter. Als „Trainingsstrecke“ kann ich die Route Wannsee – Beelitz, die nicht Teil des Buches ist, sehr empfehlen. Dort habt Ihr die Möglichkeit Eure Ausrüstung zu testen und könnt die Weglänge wegen zweier ÖPNV-Stationen auf dem Weg mehr oder weniger flexibel gestalten.

In diesem Sinne: Die Tour ist zu Ende, viele neue Eindrücke sind da und sind inzwischen in meinem neuen Buch verarbeitet. Einen Überblick über die Abschnitte könnt Ihr Euch in der Karte verschaffen und als Anregung für eigene Ausflüge nehmen.