Auf ein waldreiches 2020!

Ich wünsche allen Leserinnen und Lesern ein gutes neues Jahr mit viel positiver Energie und genügend Zeit für lange und entspannende Waldspaziergänge!

Der Wald wird auch dieses Jahr wieder ein großes Thema werden, davon gehe ich fest aus. Neben den außenpolitischen Meldungen dominieren aktuell auch die Schlagzeilen über die Buschbrände in Australien und die Verwüstung die danach zurückbleibt. Ähnliches passiert ja auch schon seit längerem im Amazonas-Regenwald, nur leider kann man Feuer von diesen gigantischen Ausmaßen nur schwer (wenn überhaupt) wieder unter Konrolle bekommen. Trotz unseren technologischen Fortschritts können die Menschen dieser Katastrophe nichts entgegen setzen und nur taten- und hilflos zusehen, wie immer mehr Wald und Tiere verbrennen.

Daher können wir nur hoffen, dass es dort bald viel regnet und sollten uns freuen, dass es zumindest in Deutschland noch nicht so weit ist. Vor allem im Moment ist der Regen ein Segen für die aus den letzten beiden Sommern ausgetrockneten Böden. Der Wert von Wald abseits der holzwirtschaftlichen Nutzung wird aber wahrscheinlich erst allen so richtig begreifbar, wenn die Probleme aus den Bränden/Abholzung eingetreten sind.
Grundwasserabsenkungen, fehlende Temperaturausgleiche, Bodenerosionen und weiteres Artensteben werden neben den eher kleiner wirkenden Vorteilen einer reichen Waldlandschaft (Erholung/Gesundheit) immer größer werden und sich irgendwann auch wirtschaftlich, d.h. finanziell, niederschlagen.

Aber genug der negativen Zukunftsvisionen, 2020 wird auch ein Jahr, in dem man selbst etwas für die Natur tun kann und vor allem auch seine Gewohnheiten verändern kann (zum Beispiel mehr Waldbaden), schließlich sind die guten Vorsätze ja nur ein paar Tage alt. Wie bereits in Studien gezeigt wurde, reichen schon 20 Minuten im Wald, um eine entspannende Wirkung auszulösen.

Ein kleiner Vorgeschmack aufs Jahr

Wen ihr also in der Nähe von einer Parkanlage arbeitet, geht in der Mittagspause für eine halbe Stunde in den Park. Gerade in dieser Jahreszeit könnt ihr dadurch von dem wenigen Sonnenlicht am Tag etwas abbekommen. Auch nach der Arbeit kann man noch einen Spaziergang durch einen Park einplanen bzw. seinen Arbeitsweg, wenn man nicht gerade auf das Auto angewiesen ist, so legen, dass man durch eine größere Grünanlage läuft. Funktioniert natürlich nicht immer und nicht bei jedem, aber es lohnt sich, zu überlegen, ob man es nicht irgendwie an manchen Tagen doch einrichten kann.

Und dann bleibt da noch das Wochenende. Natürlich ist auch das oft mit anderen Aktivitäten und sozialen Treffen belegt. Häufig muss man auch noch Sachen erledigen, zu denen man unter der Woche nicht kommt. Aber auch hier gilt, je öfter man es sich vornimmt und je öfter man es dann auch tatsächlich macht, desto mehr funktioniert es in Zukunft. Es gibt eigentlich keine Stadt, in der man sich nicht nach einem kleinen Blick auf die Landkarte der Umgebung in eine S-Bahn/Tram/Bus setzen kann und in ein waldigeres Gebiet (meistens in der Nähe einer Endhaltestelle) fahren kann. So probiert man etwas Neues aus und hilft seiner Gesundheit durch die grüne Abwechslung zum grauen Alltag auf die Sprünge. So erzielt man nicht nur die wohltuende Wirkung vom Waldbaden, sondern durch das neue und die Abwechslung bleibt einem der Ausflug auch länger positiv in Erinnnerung und man kann hoffentlich auch zu einem späteren Zeitpunkt das Gefühl wieder vor sein inneres Auge holen und noch einmal nachfühlen.

In Berlin eignen sich für solche Spontanausflüge fast alle Endhaltestellen (teilweise auch schon davor) der S-Bahnen und vor allem die Endhaltestellen der 60-Straßenbahnen im Osten. In den anderen Großstädten ist das nicht viel anders, wobei in München und Hamburg eher eine Linie in den Süden gewählt werden sollte, wenn man Richtung Wald will und in Köln der Osten bzw. die Eifel gute Bedingungen bieten (letzteres für diejenigen, die etwas mehr Zeit für die Anreise haben). In den kleineren Städten gibt es solche Möglichkeiten sicherlich auch, nur leider kenne ich da zu wenige Beispiele. Im Laufe dieses Jahres werde ich hier aber, dort wo ich mich etwas auskenne, wieder ein paar kleinere Ausflüge für alle Interessierten als kleine Ausflugstipps posten.

In diesem Sinne: Das Jahr ist schon wieder einige Tage alt und teilweise schon wieder voller schlechter Aussichten was den Klimawandel und die Zerstörung der Natur angeht. Das soll einen aber nicht davon abhalten, in diesem Jahr den Wald und die Natur (noch) weiter in seinen Alltag zu integrieren; durch Veränderung des Arbeitswegs oder kurze Wochenendausflüge. So tut man sich selbst etwas Gutes und bekommt etwas Abwechslung im Leben.