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Hi,
ich bin Daniel und freue mich, dass Du Draußen tut gut! besuchst. Auf diesen Seiten findest Du Inspirationen für neue Ausflüge in der Natur, immer auch mit Karten zum Nachmachen.
Daneben teile ich hier Infos über die positive Kraft der Natur – insbesondere dem Waldbaden, die ich in den letzten Jahren gesammelt habe. Viel Spaß beim Stöbern und Ausprobieren!

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Im Schwabener Moos und an die Semptquelle

Das neue Jahr ist wieder ein paar Tage alt und die Feiertage sind hoffentlich gut überstanden. Wer nach den ganzen – zumeist mit viel Sitzen verbundenen – Festivitäten den Drang hat rauszukommen und den Kopf auszulüften, für den habe ich einen Kurzausflug unweit von München im Angebot. Auch wenn der Münchner Osten – im Gegensatz zum Südwesten – nicht mit allzu viel schönen Naturorten gesegnet ist, so gibt es doch ein paar schöne Ecken, die zu einem schönen Spaziergang einladen. So auch das Schwabener Moos – ein ehemaliges vom Flüsschen Sempt durchzogenes Moorgebiet – östlich von Markt Schwaben, das zum Erkunden einlädt.

Inhalt

Die Sempt ist ein kleines Flüsschen, das aus mehreren kleinen Quellen nördlich des Ebersberger Forsts entspringt und kurz vor Landshut in die Isar mündet. In Bayern heißen Moore „Moos“ oder „Filz“ und so war auch das Schwabener Moos ein Moorgebiet, das allerdings – wie so viele andere Moorgebiete – für die Landwirtschaft urbar gemacht wurde. Geblieben sind allerdings die verschiedenen kleinen Arme der Sempt, die das Gebiet entwässern. So hat man trotz der Parzellierung für Weiden eine schöne Landschaft, die ideal zum Erholen und Entspannen bei einem kleinen Spaziergang geeignet ist.

Routenüberblick

Die heutige Route ist mit nur knapp 9 km prädestiniert für einen Kurzausflug zur kalten Jahreszeit, da man rauskommt, aber nicht zu weit ab vom Schuss ist, dass es auf Dauer zu kalt werden könnte. Mit der S-Bahn oder dem stündlich verkehrenden Regio nach Mühldorf ist man auch in knapp 20 Minuten vom Münchner Ostbahnhof dort, so dass der Ausflug auch ohne Hektik und großes Planen an einem Sonntag gemacht werden kann. Je nach Laune kann man mit Abstecher zur Sempquelle gute 2 Stunden einplanen, für Eilige aber auch nur 1 Stunde und dann in Markt Schwaben noch einkehren. Hier sind noch einmal die Kurzfakten

Schwabener Moos (Download Route)

Markt Schwaben
Regional- /S-Bahn
9,38 km
1,5 – 2 Stunden

und eine kleine Routenkarte


Start vom Bahnhof bis zur Kressiermühle

Der Weg auf der heutigen Tour ist ziemlich selbst erklärend, deswegen soll es nur ein wenig Text dazu geben und jeder am besten selbst ausprobieren, wo es ihm am besten gefällt. Bei der überschaubaren Größe des Gebiets kann man sich zum Glück nicht verirren 🙂

Vom Bahnhof geht es über die Bahnhofsstraße, an der Margaretenkirche vorbei in die Loderergasse. Dieser folgt man, bis sie in die Walkstraße übergeht und man dann auch direkt im Moosgebiet ist. Auf diesem breiten Forstweg gelangt man immer gerade ausgehend bis zur Wag- oder Steffelmühle. Wer möchte kann aber auch jederzeit auf einen der ca. alle 200 Meter abzweigenden kleinen Pfade zwischen den Weiden nach Süden abbiegen.

Ich wollte noch das kleine Waldgebiet kurz vor der Wagmühle sehen und bin daher bis dorthin geradeaus gelaufen und erst im Wald auf einen kleinen Waldpfad nach Süden abgebogen. Im Winter war hier leider nicht viel los mit Tieren, dafür habe ich aber am Wegesrand das schöne Werk eines tierischen Künstlers entdeckt.

Kunstvoll geschaffene Gänge eines Borkenkäfers im Baumstamm
Der Buchdrucker: Ein verkannter Künstler

Schön anzusehen, auch wenn es für den Baum sicher nicht so angenehm ist. Dennoch beeindruckend, was dieses kleine Tierchen in mühevoller Arbeit schafft.

Weiter geht es direkt an der Anzinger Sempt (einer der Zuflüsse) auf einem kleinen Pfad neben der Wiese. Bei gutem Wetter entsteht eine absolute Entspannungskulisse und in das klare Wasser würde man am liebsten sofort hüpfen; wäre es nur nicht so kalt.

Die Anzinger Sempt bei strahlendem Sonnenschein spiegelt tiefblau
In die tiefblaue schimmernde Sempt würde man am liebsten reinspringen

Die Wege sind nicht lang und so ist auch bald die Kressiermühle erreicht. Die ganzen Mühlen zeigen schon, dass die Sempt und ihre Zuflüsse schon seit vielen Jahrhunderten als Kraftquellen für die Menschen genutzt wurden.

Über die Semptquelle zurück nach Markt Schwaben

An dem Mühlengebäude gibt es eine kleine Bank zum Ausruhen und wer nun genug hat, kann westlich des Gebäudes die Sempt queren und zurück auf die große Weidefläche und zum Ort gelangen. Für alle anderen geht es mit mir in südöstlicher Richtung zur Semptquelle und den dortigen Teichen.

Vom Hauptweg führt ein kleiner Trampelpfad schnurgerade über die Weiden und wäre nicht in 500 Metern Entfernung die Autobahn, man wähnte sich komplett im Nirgendwo.

Kleine Trampelpfade durch das Schwabener Moos unweit von Markt Schwaben
Kleine Trampelpfade führen durch das Moos

So geht es geradeaus, bis wieder ein kleines Waldstück erreicht ist und die Quellteiche der Forstinninger Sempt (ein weiterer Zuflussarm) sichtbar werden. Direkt am Anfang gibt es auch eine Bank, die zum Verweilen mit Teichblick und Krafttanken einlädt. Am Nachmittag hat man dann auch noch die Sonne im Gesicht, so dass dem Genießen nichts mehr im Wege steht.

Blick auf den kleinen See der die Quelle der Forstinninger Sempt ist
Der Quellteich der Forstinninger Sempt bietet eine super Entspannungskulisse

Nach ausführlichem Sonnenbad und In-sich-Kehren geht es im Uhrzeigersinn auf einem kleinen Trampelpfad zwischen den Teichen und entlang des Größeren auf die Westseite. Hier kann man noch einmal kurz Eintauchen in eine schöne Baumlandschaft, bevor es wieder in Richtung Weiden und Wiesen geht.

Kleine Wege um die Semptquelle bei Markt Schwaben
Entlang des Quellsees führt ein kleiner Rundweg

Westlich der Teiche führt die Route dann auf großen Feldwegen nördlich zurück zur Kressiermühle, dort über die Anzinger Sempt und auf das große Weidegebiet. Auf der Grafen-von-Sempt-Straße, dem Parallelweg zur Walkstraße gelangt man nach etwas mehr als 2 Stunden wieder nach Markt Schwaben. Hier kann man noch in eines der Wirtshäuser/Cafés einkehren oder direkt zurück zum Bahnhof, als Abwechslung zum Hinweg z.B. über den Postanger.

In diesem Sinne

Das neue Jahr möchte ich mit einer kleinen Ausflugstour in der Umgebung einläuten. Schließlich ist das viele Essen noch nicht lange her und die Temperatur lädt auch nicht zum stundenlangen Draußensein ein. Dennoch tut ein kleiner Spaziergang an der frischen Luft in der näheren Umgebung richtig gut und bringt Schwung in den Körper. Das Schwabener Moos ist nicht nur gut mit den Öffis zu erreichen, sondern bietet auch eine schöne Mischung aus Ruhe, Wasser, Bäumen und Wiesen.

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